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Mein erstes komplettes Bandrecording – Teil 2

So, mein ADA8000 ist zwischenzeitlich angekommen. Leider steckte der Teufel mal wieder im Detail und es hat ne ganze Weile gedauert bis ich das Ding am Laufen hatte. Letztlich war dann nur eine Schaltereinstellung am ADA nicht da wo sie sein sollte, aber da muß man ja erst mal draufkommen! Es ist spät geworden aber egal, es funzt und ich bin am nächsten Morgen früh aufgestanden, hab mich in den Keller verzogen und angefangen mein Schlagzeug zu mikrofonieren. Als ich damit fertig war sah das Setup wie folgt aus:

Overhead: das t.bone SC140 Stereopaar
Kickdrum: Shure Beta91 im Kessel, AKG D112 am Schlagfell innen
Snare-Top: Shure SM57
Snare-Bottom: EV N/D 408B
HiHat: AKG C418
Tom: EV N/D 408B

Die ersten Test verliefen erst mal ernüchternd. Gar nicht so einfach und es klang erstmal einfach nur schlecht. Die Overheads waren zwar gar nicht mal so schlimm und klangen auf Anhieb sogar schon fast besser als das Recorderman-Setup. Komisch, aber das schieb ich jetzt einfach mal auf den Raum, der ja dadurch auch nicht besser wurde. Vermutlich fängt dieses Setup einfach weniger Resonanzen ein, da es ja von oben direkt auf das Set zeigt und weniger in den Raum selber. Auch die HiHat klang echt gut, aber wie meistens sind es einfach die tiefen Frequenzen die echte Probleme machen. Die Kickdrum klang ziemlich „sumpfig“, aber dafür liefert das D112 wenigsten etwas „Kick“. Ich hab ein paar Positionen ausprobiert, aber es hat sich nicht wirklich viel getan. Ich hätte im Nachhinein die Kick komplett von außen mit einer Decke abschirmen sollen, damit nicht so viele Störfaktoren auf sie einwirken. Auch die Snare war die volle Katastrophe. Ich hab sie einigermaßen hoch gestimmt und auch hier einige Positionen ausprobiert, aber ganz zufrieden war ich auch am Schluß nicht. Mein Fazit aus der ganzen Geschichte: Guter Drumsound braucht einen guten Raum! Ich wollte ich hätte noch mein TD-20 parat, dann könnte ich die Drums ganz souverän als Midispur aufnehmen und danach auf meine „Drumkits from Hell“ Library jagen, die wirklich erstklassige Drumsounds liefert. Naja, wenn alle Stricke reißen, dann kann ich immer noch per „Drumreplacement“ auf die Samplesounds zurückgreifen, aber dazu wird mir wohl die Zeit fehlen. Die Drumspur war dann daraufhin schnell nochmal eingespielt und jetzt bin ich mal gespannt wie sich das Ergebnis in den Mix einfügen läßt.

Der Mix war gar nicht so einfach. Es hat sich schwer gerächt, dass wir die Takes nicht auf Klick eingespielt haben. Mit all den Doubles konnte ich leider nicht viel anfangen, so dass ich mich mit den jeweils passenden Spuren begnügen mußte. Einzig die E-Gitarre konnte ich komplett verwenden und so eine schöne breite Stereoanordnung erzielen. Zum Glück sollte der Schwerpunkt des Songs auf den Gitarren liegen und das kam mir somit auch ganz gut entgegen. Mein Ziel war es im Mix auch auf die Aussage im Text einzugehen und so hab ich den zweiten Vers instrumentalisch bewußt ziemlich zurückgenommen und nahezu nur auf das Piano reduziert, um dadurch eine gewisse dynamische Steigerung zum kommenden Refrain zu erreichen. Auch den Schluß hab ich in diesem Sinne gestaltet nur umgekehrt. Ich liebe diese Vorgehensweise. Spannungen  und Dynamik schaffen, das ist was ich erreichen will und zum Schluß hatte ich sogar einen kleinen Anflug von Gänsehaut. So soll es sein! Viel Arbeit, aber leider viel zuwenig Zeit um an allen Details zu arbeiten. Gerade die Drums hätten dringenst noch jede Menge Arbeit gebraucht, aber das Stück muß auf den Weg und so belasse ich es jetzt einfach dabei. Trotzdem meine ich ein ganz brauchbares Ergebnis geschaffen zu haben. In anbetracht der Umstände und dem Zeitdruck glaube ich ein recht gutes Ergebnis geschaffen zu haben. Ihr könnt ja mal die Kommentarfunktion nutzen und Eure Meinung zu dem Stück schreiben. Ich würde mich freuen!

So hier jetzt aber das Ergebnis der ganzen Mühe:

Mein Damen und Herren, ich präsentiere die Band „The Comearounds“ mit Ihrem Song „Carry you home“ und wünsche den Jungs viel Erfolg beim „SchoolJam-Bandfestival 2012/2013“

Ausblick auf die nächsten Artikel:
Am gleichen Tag hab ich noch eine junge Sängerin mit Ihrem selbst komponierten Stück aufgenommen. Sie wurde noch von einem weiteren Musiker begleitet und wir hatten im Laufe des Nachmittags eine sehr produktive Aufnahmesession und auch jede Menge Spaß dabei:-) Mein Part war nicht nur die Aufnahme, sondern auch eine zusätzliche Stimme und etwas Percussion.

Weiterhin darf ich mich jetzt „AKG-Expert“ nennen;-) Naja, ganz so wichtig wie der Job klingt ist es wohl auch nicht. Es scheint einfach nur eine Marketingaktion der Firma AKG zu sein. Trotzdem, man konnte sich über Facebook bewerben und sie haben mich genommen und da bild ich mir jetzt einfach mal was drauf ein;-)
Nächste Woche bekomme ich jedenfalls einen AKG 551 Kopfhörer zugschickt, den ich testen darf. Das Ergebnis wird dann hier im Blog veröffentlicht. Wie auch immer ich freu mich tierisch drauf und Ihr dürft alle gespannt sein;-)

bis demnächst also, es bleibt wie immer spannend!

Hans

 

 

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