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Live-Mixing mit „Danimehr“


Am letzten Freitag, den 28.06.2013 hatte ich mal eine ganz andere Geschichte zu Mixen. Diesmal nämlich keine vorab aufgenommenen Spuren und auch keine Aufnahmen im Studio. Diesmal betrat ich wieder einmal völliges Neuland was die Tontechnik angeht. Ich bekam nämlich einen Job als Live-Mischer angeboten und zwar von Daniela Maul, die mit Ihrem neuen Projekt Danimehr ein Benefizkonzert in Kempten in der Montessori Schule am Start hatte.

 

stage1

Am Tag vorher haben wir bereits die Anlage aufgebaut. Ich wurde als Einstimmung gleich mal an die alten Zeiten bei Sound Celebration erinnert und zwar mußte das ganze Equipment erstmal über drei Stockwerke die Treppen hochgetragen werden;-) Das war aber zum Glück nicht sooo schlimm, da das Equipment auch nicht so umfangreich war wie früher;-)
Der Aufbau war auch schnell geschafft. Mein Part war eh nur das Multicore, das ich freundlicherweise von Sound Celebration zur Verfügung gestellt bekam und den Mixer aufzubauen. Das ganze Setup war jetzt nicht wirklich umfangreich. Alles in allem hatte ich gerade mal 6 Kanäle und einen Monitorweg zu bedienen, aber immerhin war es das erste Mal und wie mit jeder neuen Erfahrung wächst man ja bekanntlich mit seinen Aufgaben;-)
Nach dem Aufbau ging es dann auch gleich an den Soundcheck. Erst die Mikros, dann die Instrumente einpeglen, etwas EQ’en, diverse Resonanzen finden und solche Dinge halt. Leider hatte ich ziemlich bald das Gefühl ich könnte noch ein paar Gimmicks gut gebrauchen. So z.B. einen etwas besseren Hall, eine leichte Kompression und auch ein etwas flexibleres Bussystem. Trotzdem, für einen einfachen Behringer Mischer fand ich das Ergebnis letztlich richtig gut:-)
Es wurden dann einige Titel geprobt und ausprobiert und das einzige wirkliche Problem war der Kontrabass, der über einen eigenen Amp lief und der deshalb schon das meiste seines Volumens über den Amp abgegeben hat. Es war erst gar nicht so einfach damit umzugehen, weil die tiefen Frequenzen so dominant waren. Ich hab dann einfach die Bässe im Pult komplett abgeschnitten und nur noch die oberen Frequenzen durchgelassen. Dieser Mix hat’s dann doch noch gebracht. Die tiefen Frequenzen von der Bühne und die hohen über die PA. Coole Mischung, die sogar ziemlich gut funktioniert hat:-)

Das Konzert am darauffolgenden Freitag verlief dann echt gut. Nicht mal ein obligatorisches Pfeifen war zu hören und das obwohl das Bose System von hinten als Monitor seinen Dienst verrichtet hat. Die Musik von Dani ist sehr emotional und die Texte empfinde ich als äußerst wertig. Eine tolle Leistung von allen Musikern und auch das schöne Ambiente in der Kapelle haben dem Publikum einen echt schönen Abend beschert. Nur schade, dass nicht mehr Leute da waren. Gerade für Kim, eine Schülerin der achten Klasse an der Montessori Schule, die das Benefizkonzert als Projektarbeit aufgezogen hat. Man hätte meinen können, dass der Saal allein von den Mitschülern und deren Eltern hätte voll werden müssen…

Nach dem Konzert wurden wir noch in gemütlicher Runde mit einem schönen Essen verwöhnt, bevor es dann nach Hause ging. Ein schöner Abend, verknüpft mit vielen neuen Erkenntnissen ging zu Ende, was will Mann mehr;-) Letztlich überleg ich mir echt, ob ich meine Aktivitäten als Tontechniker nicht doch noch auf’s Live-Mixing ausweiten sollte. Mal sehen wie’s damit weitergeht…

 

Published inAllgemeinMixing

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