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HOFA-Workshop „HOFA Plugins: Tipps & Tricks“


Es geht mal wieder richtig ab im Moment und das inspiriert mich mächtig:-) Etwas wehmütig bin ich diesmal zum HOFA-Workshop gefahren, da heute am 16.01.2014, für mich wohl voraussichtlich der letzte Workshop bei HOFA auf dem Plan steht. Ich bin allerdings ziemlich zuversichtlich, dass das Team bei HOFA bald wieder ein neues Workshop-Thema generieren werden und wenn mich das dann anspricht bin ich auch wieder dabei;-) Heute stand jedenfalls das Thema „HOFA Plugins: Tipps & Tricks“ auf dem Plan. Ich hab mir das komplette Plugin-Bundle schon vor einem Jahr gekauft und seither sind die Plugins von HOFA wirklich in jeder Produktion im Einsatz. Ich mag die Plugins einfach, weil sie sehr intuitiv zu bedienen sind. Man merkt einfach dass die Plugins aus der Praxis für die Praxis gemacht wurden. Trotzdem wollte ich mir einfach nochmal ein paar Anregungen holen, wie ich mit den Plugins am besten und vor allem auch am effektivsten Arbeiten kann. Ich wurde definitv nicht enttäuscht und schließlich ist es ja auch eine alte Weisheit, dass man sich die besten Kniffe immer noch von den Entwicklern selber holen kann. HOFA hat inzwischen insgesamt 8 Plugins am Start wobei drei davon als Freeware erhältlich sind. Im Einzelnen sind dies:

  • IQ-Comp – Kompressor
  • IQ-IQ – dynamischer Equalizer
  • IQ-Analyzer – Analyzer
  • IQ-Reverb – Faltungshall
  • CD-Burn & DDP – CD und DDP erstellen
  • HOFA 4U ProjectTime – Misst die Zeit die für ein Projekt aufgewendet wurde
  • HOFA 4U Meter, Fader & MS-Pan – innovatives Tool für den Masterkanal
  • HOFA 4U Goniometer & Korrelator – moderner Goniometer und Korrelationsgradmesser

Angefangen haben wir mit dem IQ-Comp. Leider kamen wir noch nicht in den Genuss der neuen Vesion, die demnächst erscheinen soll, so dass wir uns halt mit der „alten“ begnügen mußten. Trotzdem hat der IQ-Comp einige ziemlich coole Features zu bieten, die man bei anderen Kompressoren leider vergebens sucht. Hervorzuheben ist hier die Möglichkeit bestimmte Frequenzbereiche während der Kompressionsphase zu featuren und zwar immer nur in dem Moment wo die Kompression auch stattfindet. So kann man z.B. einer Snare schöne Höhen verpassen, ohne dass dabei die HiHat im Hintergrund zu stark nach vorne kommt wie das bei einem normalen Kompressor der Fall wäre. Auch lassen sich mit diesem Feature die Charaktere verschiedener Kompressoren schön nachahmen, vorausgesetzt natürlich man hat auch die Ohren dafür;-) Ein Kompressor also, der seine Brot und Butteraufgaben erledigt und gleichzeitig auch Sound macht wenn dies gewünscht wird.

Als nächstes war der IQ-EQ an der Reihe und wie der Name schon vermuten läßt ist auch dieses Plugin mit intelligenten Regelmöglichkeiten ausgestattet. Eigenschaften die in der Praxis einige echte Vorteile bei der täglichen Arbeit mit Audiomaterial jeglichen Generes bringen. So lassen sich gezielt und dynamisch Resonanzen bearbeiten ohne den jeweiligen Frequenzbereich komplett zu eliminieren, sonder immer nur dann wenn er wirklich über die Stränge schlägt. Gerade im Bass oder Kickdrumbereich hab ich das schon schwer zu schätzen gelernt. Das ist aber nur eine der vielen Möglichkeiten die der IQ-EQ bietet. Das Plugin kommt von seinen Möglichkeiten als kompletter Channelstrip daher. Wirklich cool und es tauchte so nebenbei auch die Frage auf ob der IQ-Comp dann überhaupt noch Sinn macht bei den ganzen Möglichkeiten. Zugegeben wirkt die momentane Version noch etwas schwach von seinen Möglichkeiten, aber die neue Version soll dies wieder kompensieren und deshalb bin ich schon schwer gespannt wie die daherkommen wird.

Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei und wir hatten dann leider nur noch Zeit uns dem IQ-Reverb zu widmen, den ich als einziges Plugin noch nicht besitze. Der IQ-Reverb ist ein Faltungshall-Plugin. Es verarbeitet also Impulsantworten von gesampelten Hallräumen. Faltungshall ist wohl im Moment die Hallform, die am natürlichsten einzustufen ist. Leider ist es aber oft ziemlich aufwendig den richtigen Raum für eine Anwendung zu finden. Oftmals würde man sich Räume im Detail einfach ein wenig länger oder kürzer, mit weniger Predelay oder mit etwas anderem Nachhall wünschen. Genau hier kommt der IQ-Reverb ins Spiel. Er verfügt über eine Menge sehr guter Impulsantworten, die alle in ihren Eigenschaften angepasst werden können. Hat man mal den Raum gefunden der grundsätzlich passt ist es ein leichtes diesen noch seine persönlichen Vorlieben anzupassen. Selbst ein ziemlich cooles „Reinhör-Feature“ ist mit an Board, das mit allen möglichen Beispielen von Drums bis Gesang daherkommt. Damit gestaltet sich die Suche nach dem passenden Hall ziemlich einfach und effektiv.

Ja, der Workshop war mal wieder viel zu schnell vorbei. Wie immer hab ich auch diesmal ein besonderes Spezial mit nach Hause nehmen können. Diesmal waren es erste Grundlagen zur MS-Bearbeitung. Cool was sich einem da für Möglichkeiten eröffnen:-) Ein Lob an dieser Stelle auch an Jochen Weyer, der den Workshop wieder mit viel Begeisterung an die Teilnehmer herangetragen hat. Ich persönlich habe die HOFA-Plugins schon seit einem Jahr in meinem Portfolio und es gibt eigentlich seither keine Produktion mehr in der diese nicht zum Einsatz kommen. Ich kann jedenfalls eine klare Empfehlung für diese Werkzeuge aussprechen. Probiert sie einfach mal aus. Wert sind sie es auf jeden Fall und bis 31. Januar gibt’s das komplette Bundle sogar noch zum Sonderpreis.

 

 

 

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