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HOFA-Workshop „Elektrobeat Programming“

Wieder mal war Workshop-Tag im HOFA-College. Eine willkommene Abwechslung im sonst so wirren Alltag, den ich grad immer habe. Die Anreise verlief ohne Probleme und bei den HOFA-Studios angekommen ist mir gleich mal der neue Anstrich ins Auge gefallen. Die ganzen Gebäude sind jetzt alle in das bekannte „HOFA-Orange“ getaucht und wirken schön freundlich und einladend. Diesmal war kein einziger neuer Teilnehmer dabei und so bestand auch kein Interesse mehr an einer Studioführung, die sonst immer den Workshops vorausgeht. Wir konnten uns also direkt im ebenfalls neu gestalteten Seminarraum einfinden, der auch sehr freundlich gestaltet wurde und natürlich neben einem Beamer und den HOFA-Akustikmodulen so ganz nebenbei mit einer KS-Line6 Abhöre ausgestattet wurde;-)

Heute stand das Thema „Elektrobeat Programming“ auf dem Plan. Tutor für den heutigen Workshoptag war Jonas Schira. Nachdem sich alle Teilnehmer kurz vorgestellt hatten, folgte als Einführung erstmal ein kleines Video wie man „Dubstep“ definiert:-)

 

http://www.youtube.com/watch?v=s9hw1hu3Zlo

 

Anschließend folgte der erste Teil des Workshops, der sich erstmal mit einer Menge Grundlagen beschäftigt hat. Das hört sich vielleicht langweilig an, war es aber ganz und gar nicht. Allein schon die Tatsache, dass das „Theremin“, eines der ersten elektronischen Instrumente, bereits 1919 fast schon zu einer Art Perfektion gelangte, fand ich schon sehr bemerkenswert. Wir lernten eine Menge über den Aufbau von Elektobeats und ebenso auch wo die grundlegenden Unterschiede der verschiedenen Genre angelegt sind. Damit wurde das Thema „Elektromusik“ für mich zum Glück etwas „entmystifiziert“ War ich doch am Anfang überhaupt nicht in der Lage zwischen House und Trance bzw. Dubstep zu unterscheiden, so hab ich jetzt doch wenigstens mal im Ansatz einen Plan;-) Im Anschluß daran haben wir angefangen die Möglichkeiten aufzuzeigen mit welchen Werkzeugen man Schritt für Schritt einen Elektrobeat programmieren kann. Jonas hat uns weiterhin empfohlen auf jeden Fall eine Sample-Library anzulegen, um bei Bedarf auch immer auf die passenden Sounds zurückgreifen zu können. Sounds der alten Drumcomputer wie der Roland TR-808 sind aber auch heute immer noch Top aktuell. Diese Teile sind wieder heiß begehrt und ich Trottel hab meinen damals fast verschenkt:-(( Als Eingabemedium diente uns ein Native-Instrument Maschine Controller, mit dem man ganz einfach alle möglichen Rythmen und Pattern in die DAW „hacken“ kann. Erst mal nur als Midi Information um dann im folgenden in der DAW die nötigen Sounds damit abzufeuern. Im weitern haben wir uns dann einfach mal die verschiedensten Bands und Titel angehört, um einfach die Unterschiede in den verschiedenen Vorgehensweisen und den verwendeten Techniken aufzuzeigen. All die Pioniere der Elektromusik wie z.B. die Gruppe Kraftwerk, haben hier ja in der Vergangenheit schon wirklich beeindruckendes geleistet.

Nach dem kostenlosen und sehr leckern Mittagessen, es gab diesmal Spaghetti Carbonara, gingen wir dann etwas tiefer in die ganze Materie ein. Wir haben gelernt wie man aus einem simplen Synthesizer amtliche Elektrosounds von Bass bis Percussion generieren kann. Wir haben uns mit Hüllkurven, LFO’s  und Filtern beschäftigt und selbst ein simples Rauschen kann als Grundlage für amtliche Elektrosounds dienen. Das war alles ziemlich spannend und gewürzt mit Sidechaining und passenden Filterläufen bringt das dann am Ende einen ziemlich cool klingenden Elektrotrack an die Ohren. Zum Schluß haben wir uns auch ein paar Werke der Teilnehmer angehört, um diese einfach mal etwas zu analysieren.

Ein rundum spannendes Thema ist die Elektromusik allemal und auf jeden Fall wert sich  damit zu beschäftigen. Die kreativen Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Auf mich übt das zusammenführen von akustischen und elektronischen Komponenten eh einen besonderen Reiz aus. Der Workshop-Tag war jedenfalls wieder sehr informativ und lehrreich. Jonas hat seine Sache wieder super gemacht und ich freu mich schon auf den nächsten Workshop! Zuhause angekommen hab ich jedenfalls gleich mal mein fast vergessenes Roland SPD-S Samplepad ausgegraben und aufgebaut um gleich darauf den ersten Beat in meine DAW einzuspielen…;-)

Bis zum nächsten mal und „get out of that refrigerator right now“:-))

 

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