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HOFA-College Workshop „Raumakustik“

Am 07. Februar 2013 war wieder Workshoptag in de HOFA-Studios. Diesmal ging es um das äußerst spannende Thema „Raumakustik“ Der Workshop wurde diesmal von Jonas Schira geleitet und erfreute sich ziemlich regem Interesse, denn es waren auch Teilnehmer dabei, die mehr als sieben Stunden Anfahrt hinter sich hatten. Unter anderem war auch jemand aus Wien mit dabei. Das nenn ich mal Engagement;-)

Begonnen haben wir wie immer mit einer kleinen Studioführung. Ich war jetzt zwar schon ein paarmal dabei, aber es ist immer wieder ein magisches Gefühl durch die Studiolandschaft mit all den edlen Gerätschaften geführt zu werden und quasi die frische Studioluft ins sich aufzusaugen;-) Diesmal konnten wir leider nicht in alle Räume rein, da  eine größere Produktion mit Thomas Schwab  am Start war. Überhaupt findet man in den HOFA-Studios Plakate mit allen möglichen bekannte Namen an den Wänden hängen und das wirkt schon sehr cool;-)

Der erste Teil des Workshops war zwar rein theoretisch und Jonas hatte ständig die Befürchtung, dass es vielleicht zu trocken werden würde, aber trotzdem habe ich den Stoff als ziemlich cool empfunden. Wir haben einiges über akustische Grundlagen gelernt, über die Wellenlänge der Frequenzen, wie man diese berechnet und letztlich auch wie die sagenumwobenen Raummoden entstehen, die man so sehr fürchtet.

Nach dem Mittagessen, das immer auch gratis für alle Teiĺnehmer ist, haben wir uns über  die verschiedenen Möglichkeiten unterhalten mit welchen Mitteln man einen Raum akustisch optimieren kann. Wir haben gelernt, dass Basstraps die erste und wichtigste Maßnahme sind um einen Raum zu optimieren, da die tiefen Frequenzen die meisten Probleme machen. Ebenso lernten wir die Wirkungsweise von Absorbern kennen. Wir haben festgestellt, dass Noppenschaum im Prinzip genauso wenig Nutzen hat wie die berühmten Eierschachteln und wir durfen erleben wie wichtig Diffusoren sind um eine optimale akustische Umgebung zu schaffen.  All die theoretischen  Grundlagen konnten wir im Anschluß auch noch Live in verschiedenen Regieräumen erleben. Weiterhin haben wir die Architektur einer optimal gestalteten Regie kennengelernt, die bei HOFA in der ziemlich beieindruckenden Mastering-Regie umgesetzt wurde. Ganz zum Schluß haben wir noch einige exemplarische  Messungen durchgeführt und nun weiß ich endlich auch wie man ein sogenanntes Wasserfall-Diagramm liest:-))

Viele neue Eindrücke von denen ich viele auch direkt Umsetzen kann und werde. All das gelernte wird mich mit Sicherheit wieder ein Stück weiterbringen und die ersten Messungen hab ich bei mir in der Zwischezeit auch schon gemacht. Dazu werde ich aber in einem weiteren Artikel mehr berichten. HOFA hat übrigens einen eigenen Geschäftsbereich, die HOFA-Akustik, der sich mit dem Thema Raumakustik beschäftigt. Alle, die nichts mit der ganzen Theorie und dem „gebastel“ zu tun haben wollen, können sich hier ihren optimalen Raum planen und umsetzen lassen. Sehr coole Sache und in den HOFA-Studios bereits konsequent und erfolgreich umgesetzt.

Zum Schluß hab ich noch eine Ankündigung für Euch alle. Da ich mich ja schon seit langem mit technischer Gehörbildung beschäftige und mich das Thema immer noch ziemlich begeistert werde ich ein Ebook über das Thema verfassen. Erst Eindrücke könnte ihr ja schon hier im Blog über meine Reihe „The Legend of Golden Ears“ nachlesen. Ich werde das ganze Thema noch weiter vertiefen und dann als Ebook zusammenfassen. Für Anregungen bin ich Euch jetzt schon sehr dankbar!

So jetzt noch ein weiteres Video zum Thema „Fun Stuff“ und viel Spaß mit Euren Produktionen!

 

 

Published inAkustikAllgemein

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