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Gratis Recording mit tomstroke



Im Moment geht es Schlag auf Schlag. Am 23.03.2013 war die nächste Band bei mir im Studio. Die vier Jungs aus dem Stuttgarter Raum nennen sich „tomstroke“ und ich freu mich schon wieder auf einen spannenden Aufnahmetag und den hatte wir dann auch.

tomstroke

Die Anreise war wohl etwas anstrengend, aber das ist auch kein Wunder. Die Strecke über die A8 ist immer wieder eine Herausforderung, aber wenigsten kamen die Jungs gut an. Wir haben als erstes zusammen Kaffee getrunken und dabei hab ich auch wieder den Catering-Bereich etabliert, damit es denen nicht langweilig wird, die gerade nichts zu tun haben;-)

Angefangen haben wir mit den Drums und es war erstmal mikrofonieren angesagt. Diesmal hab ich mir richtig viel Zeit damit gelassen und ich hab hier sämtliche Erkenntnisse der letzten Aufnahmen mit einfließen lassen. Wir haben peinlich genau versucht jeden Kessel optimal zu stimmen und wir haben die verschiedensten Mikro-Positionen ausprobiert. Die Overheads hab ich diesmal mit meinen „the t.bone SC-140“ in einer XY-Stereoposition abgenommen. Die Snare wurde ganz klassisch mit einem „Shure SM57“ mikrofoniert. Als besonderes Schmankerl hatte Robin der Schlagzeuger ein „AKG C214“ mit im Gepäck und das hab ich unterhalb der Snare für die Abnahme vom Snareteppich platziert. An den Toms kamen zwei Sennheiser E 604 zum Einsatz und die HiHat wurde mit einem „AKG C418“ Clipmikro bestückt.

Jetzt mußte erstmal ein Guidetrack her, den wir auch schnell umsetzen konnten. Es wurde dazu lediglich die Rythmusgitarre aufgenommen, das war für Robin schon ausreichend.
Das Spiel von Robin war ziemlich tight und wir haben auch gleich die Bassgitarre mit aufgenommen, damit der Groove gleich das richtige Feeling bekommt. Wir haben aber trotzdem einige Anläufe gebraucht bis alles im Kasten war. Wir hätten noch an einigen „Kleinigkeiten“ arbeiten können, aber nach 5 Stunden reinem Drumrecording war es dann an der Zeit auch mal die anderen zum Zug kommen zu lassen;-)

Den Bass haben wir danach nochmal aufgenommen. Es hat sich ein Fehler im Ablauf eingeschlichen und so wurde es halt etwas aufwändiger. Den Bass von Andy, ein rein akustisches Modell, haben wir nur über eine DI-Box aufgenommen und das war deshalb nicht weiter schwierig.

Jetzt war die Gitarre an der Reihe. Eine akustische Takamine mit einem sehr edlen Klang. Ich hab sie mit den „the t.bone SC-140“ in einer XY-Stereoposition und mit dem „AKG C214“ mikrofoniert. Auch hier hab ich diesmal einige Zeit in die richtige Mikrofonpostition investiert und ich glaub es hat sich gelohnt. Langsam gefällt mir auch das „AKG C214“ immer besser. Ich war schon an der Snare sehr positiv überrascht und auch jetzt an der Gitarre weiß mir das Mikro außerordentlich gut zu gefallen. Ich denke ich werde das gleich mal auf meinen persönlichen Wunschzettel setzen. Ist das Mikro doch eine günstige Alternative zum legendären „AKG C414“ falls man als Richtcharakteristik  nur Niere braucht.

Im Anschluß daran wurde mit der bestehenden „the t.bone SC-140“ XY-Stereomikrofonierung auch noch ein Shaker links und ein Tambourin rechts aufgenommen.

Jetzt waren aber dann die Vocals dran und da ja das schöne „AKG C214“ schon mal dasteht wurde das natürlich auch gleich mit ausprobiert. Das war diesmal allerdings alles etwas komisch mit den Vocals. Irgendwie klangen die Testaufnahmen alle nicht wirklich toll. Verschiedene Positionen im Raum wurden getestet wir endeten dann damit, dass ich aus Resten von Basotect-Dämmplatten eine Gesangskabine gebaut habe. Ich weiß noch immer nicht so genau warum das diesmal so schwierig war, aber ich kann mir das nur dadurch erklären, dass Philip einen weitaus höheren Eingangspegel gebraucht hat, als ich bisher immer verwendet habe und dadurch haben sich wohl die Nachteile der Raumakustik so extrem verstärkt. Auch hier hatte wieder das „AKG C214“ ganz klar die Nase vorn. Langsam werd ich echt neidisch auf dieses Mikro;-) Mein „AKG Perception 220“ klingt ja auch gut für ein Mikro in der Preisklasse ab da ist schon noch etwas mehr dahinter.

Nach dem Leadgesang folgten noch ein paar Backing-Vocals und dazu auch ein paar Dopplungen und ganz zum Schluß hat dann Robin noch seine Trompete ausgepackt und ein paar Einwürfe in den Schlussteil eingespielt. Auch die wurden mit dem „AKG C214“ aufgenommen.

Damit war diese Recording-Session nach 12 Stunden Arbeit wieder abgeschlossen. Es hat nun doch wieder um einiges länger gedauert als ursprünglich angenommen, aber es hat sich wieder gelohnt. Wir hatten viel Spaß, ich hab wieder einen Menge gelernt und die Qualität der Aufnahme ist wieder ein gutes Stück besser geworden. Gerade bei den Drums hat sich ein ziemlicher Schritt nach vorne getan und das ist einfach ein super Gefühl.

Jetzt hab ich dann jede Menge Arbeit mit dem Mixing der Songs und ich freu mich schon auf Klaus, den letzen Teilnehmer meiner Gratis-Recordingaktion, der am 05.04. zu mir ins Studio kommt.

bis demnächst

Hans

 

 

 

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