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Gratis Recording mit Fabian Mroz alias Mr. Fabulous

Am 15.03.2013 war Fabian Mroz zu Gast bei mir im Studio. Fabian ist Multi-Instrumentalist und gleich mit einer ganzen Reihe von Instrumenten bei mir angekommen. Es standen 3 Songs zur Auswahl und wir haben uns für den Titel mit dem Namen „Niemals aufgeben“ entschieden, der mich vom Stil her stark an die Sachen von Anajo erinnert. Ein sehr cooler Song und ich freu mich schon auf die Aufnahmen.

mrf2012

Wir haben zuerst das Tempo festgelegt und danach einen einfachen Guide-Track aufgenommen, der als Basis für alle weiteren Aufnahmen dienen sollte. Dieser bestand nur aus Gitarre und Gesang. Der Click wurde direkt von meiner DAW aus mit abgespielt. Durch die Erfahrungen vom letzten Recording hab ich mir zum Aufnehmen extra noch einen neuen Kopfhörer zugelegt und zwar einen „Extreme Isolation EX-29 B„. Der macht schön dicht und ist um einiges lauter wie der „AKG K-141“ den ich schon seit über 20 Jahren verwende und mit dem ich eigentlich auch recht zufrieden bin. Allerdings ist der „AKG K-141“ ein halboffenes Modell und deshalb nicht so gut für akustische Aufnahmen geeignet, da hier gerne mal ein Übersprechen auf die Mikros stattfindet. Außerdem ist ein richtig gut geschlossenes Model gerade beim Drumrecording eine super Sache.

So gerüstet haben wir dann zuerst einiges an Gitarrenspuren aufgenommen. An Mikros hab ich meine „the t.bone SC-140“ Kleinmembraner in einer XY-Stereoanordnung, sowie mein „AKG Perception 220“ Großmembran Kondensatormikrofon eingesetzt und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wir haben auch einige Dopplungen und Variationen aufgenommen und ich denke mit diesem Material einiges an kreativen Möglichkeiten zu haben.

Als nächstes war dann der Bass an der Reihe. Ich war ganz begeistert von diesem wunderbaren Intrument. Es war ein akustischer Bass von  Ibanez und ich war sofort total verliebt in dieses schöne Instrument. Ich würd mir am liebsten die ganze Wohnung mit solch edlen Intrumenten vollstellen, wenn die nur etwas erschwinglicher wären;-) Die Aufnahme war nicht weiter spektakulär. Diesmal haben wir nur ein DI-Signal aufgenommen und noch eine weitere Spur mit ein paar Fill-Ins.

Dann haben wir uns das Cajon vorgenommen und da hab ich schon etwas ausgiebiger getüftelt bis ich die passende Kombination an Mikros gefunden war. Letztlich wurden es dann die „the t.bone SC-140“ Kleinmembraner aber diesmal in einer Klein-AB Stereoanordnung ca. 50 cm von der Schlagfläche entfernt. In der Cajon selber hab ich ein „Shure Beta91“ platziert und zum Schluß noch hinten am Schallloch ein „AKG D112“ . Eine gute Kombination wie sich später herausgestellt hat. Das „Shure Beta91“ produziert leider etwas an Resonanzen, aber das ist wohl kein Wunder durch die Position innerhalb des Cajon, aber trotzdem liefert es den Sound, der dem Cajon eigentlich am nächsten kommt. Zusammen mit den beiden anderen Mikros ergibt sich dann eine super Mischung aus allem was man für einen guten Cajon-Sound braucht. Eine Besonderheit speziell bei Fabians Cajon war vielleicht die Tatsache, dass dieses Modell keine Snareseiten hatte. Fabian legt hier wert auf einen möglichst unverfälschten „Kistensound“ wie er ja eigentlich auch bei den „Ur-Cajons“ üblich war.

Als nächstes haben wir ein paar Midi-Keyboardspuren aufgenommen. Wir haben sogar auf Anhieb einen passenden Sound in meinem virtuellen Synthesizer gefunden und so war auch diese Spur schnell im Kasten.

Nun war der Gesang an der Reihe. Die Leadvocals waren relativ schnell im Kasten, aber bei den Backings haben wir dann jede Menge Dopplungen in allen möglichen verschiedenen Stimmlagen aufgenommen. Ich denke mit dem ganzen Material kann ich einen kompletten Chorsatz realisieren;-) Bin mal gespannt was dabei rauskommen wird.

Zum Schluß haben wir dann noch ein paar Percussion aufgenommen. Hier hab ich wieder die bewährte XY-Stereoposition mit meinen „the t.bone SC-140“ Kleinmembranern verwendet. Das funktioniert echt super und ich kann schon gleich bei der Aufnahme die Position im Mix realisieren und das wirkt dann auch super authentisch.

Nach sieben Stunden war dann unsere Recording-Session beendet und ist damit wesentlich kürzer ausgefallen als die Letzte, aber die Herausforderungen waren auch nicht ganz so groß. Trotzdem hat’s wieder sehr viel Spaß gemacht:-)

bis dann

Hans

 

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