Zum Inhalt

Goldene Ohren oder “The Legend of Golden-Ears” – Teil 6

auxmoney.com - Kredite von Privat an Privat
Willkommen zum sechsten Teil meiner Blogserie zur Gehörbildung. Im letzten Beitrag hab ich eine ganze Menge über Frequenzen erzählt. Heute will ich Euch mal einige Hilfsmittel an die Hand geben, damit Ihr auch was zu arbeiten habt;-)


Ich bin mir nicht ganz sicher, aber nach meinem Wissensstand kann David Moulton quasi als der Vater der technischen Gehörbildung angesehen werden. David hat bereits 1969 damit begonnen Übungen für seine Studenten zu entwickeln, die 1992 mit der CD-Serie „Golden Ears“ perfektioniert wurden und seither auf dem Markt erhältlich sind. „Golden Ears“ ist immer noch mit das Beste was ich bisher zu diesem Thema gefunden habe, da Dave nicht nur Frequenzen thematisiert, sondern auch noch eine ganze Menge anderer Skills rund um die technische Gehörbildung abdeckt. Allerdings ist das ganze CD-Set mit 220,- Dollar + Versand nicht gerade günstig, aber sicherlich ein sehr gutes Werk hinter dem eine ganze Menge Arbeit steckt. Was allerdings das Hören von Frequenzen angeht, gibt es mittlerweile jede Menge Programme, die dafür wesentlich besser geeignet sind. Im Anschluß möchte ich Euch einfach mal einige dieser Werkzeuge vorstellen.

  1. Train your Ears
    „Train your Ears“ ist eine sehr leistungsfähige Sofware. Es können jede Menge Trainingsszenarien erstellt werden und es ist jederzeit möglich einen direkten A/B Vergleich zu bekommen. Als Soundquelle ist alles möglich was das Herz begehrt und auch ein interner Noise-Generator ist mit an Board. Kosten tut das Programm 29,90 Euro. Sicher mit die Beste Wahl wenn man Perfektion sucht. Die Entwickler stellen darüber hinaus für die Zukunft noch Programme für andere Bereiche, wie z.B. Kompression in Aussicht. Ein Bereich, für den ich schon lange lichterloh brenne;-)
  2. Mr. Soundman von der Firma V-Plugs
    Mr. Soundman ist nicht ganz so umfangreich wie „Train your Ears“, hat aber in der Premiumversion den Vorteil mit einem riesen Pool an Sounds geliefert zu werden. Das hat den ganz entscheidenden Vorteil, dass man mit den gelieferten Boardmitteln gezielt die Frequenzen verschiedener Instrumentengruppen trainieren kann, wärend man sich diese bei den anderen Programmen erst mühsam zusammenstellen muß. Was mir aber besonders gut gefällt, ist der Game-Modus, den das Programm bietet. Damit ist man immer gefordert seinen persönlichen High-Scoure zu schlagen und man kann sogar innerhalb spezieller Competitions seine Fähigkeiten mit anderen messen. Ich finde diese Idee sehr gelungen, auch wenn es manches gibt, was ich an dem Programm gerne verbessern würde. Es ist z.B. nicht möglich innerhalb einer Session gleichzeitig mit einer Anhebung und Absenkung der Frequenzen zu arbeiten. Man kann immer nur eine Variante einstellen, was das Ganze mit zunehmendem Lernerfolg etwas „berechenbar“ macht;-) Das Programm gibt es in einer freien und in einer Premium Version, die 29,- Euro kostet.
  3. earPlugin – Tune
    Dieses Programm ist kostenlos und muß als Plugin in einer DAW gestartet werden. Das Programm ist zwar ziemlich rudimentär gehalten, aber dennoch sehr effektiv, da man richtig schnell damit arbeiten kann. Es hat keine Sounds und auch kein Rauschen mit an Board, aber trotzdem ist diese Programm durchaus einen Blick wert.

Das sind die Werkzeuge, die ich für mich benutze. Einen klaren Favorit gibt es für mich nicht. Ich arbeite mit allen Programmen, da jedes für sich seinen Zweck erfüllt. Probiert einfach alles aus und entscheidet dann für Euch was Euch am besten liegt.

Viel wichtiger als die Wahl der Programme ist aber dass Ihr wirklich regelmäßig übt. Wie ich genau an die Übungen herangehe und was ich damit für Erfahrungen gemacht habe erzähl ich Euch beim nächsten mal. Es bleibt auf jeden Fall spannend, soviel sei schon mal verraten;-)

also bis dann und herzliche Grüße

Hans

 

 

Published inGehör

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar