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Goldene Ohren oder „The Legend of Golden-Ears“ – Teil 1

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Heute möchte ich damit beginnen  über die grundlegendste Fähigkeit zu schreiben, die ein Musiker im Allgemeinen und natürlich ein Tonschaffender im Speziellen haben sollte: Das Gehör bzw. die Fähigkeit richtig zu hören! Die gute Nachricht mal gleich vorweg – richtiges Hören kann man lernen. Danach wird’s leider knifflig – sein Gehör zu schulen ist ein richtig hartes Stück Arbeit und erfordert viel Zeit, Übung, Geduld und Ausdauer, aber es lohnt sich allemal;-)

Da auch ich noch kein Spezialist bin werden meine Ausführungen, genau wie alle anderen in diesem Blog, nur meinen momentanen Wissensstand wiedergeben und sollten nicht als das Maß aller Dinge angesehen werden;-) Dieses Thema ist hochsensibel und soll an dieser Stelle nur einen kleinen Einblick vermitteln. Konstruktive Kritik ist allerdings ausdrücklich erwünscht und gewollt;-)

Die Fähigkeit für gutes Hören kann man aus musikalischer Sicht grob in zwei Sparten einteilen. Das musikalische Gehör und das technische Gehör. Das musikalische Gehör beinhaltet im Wesentlichen, die richtigen Töne zu hören bzw. zu bestimmen und zwar in Abhängigkeit zu einem Grund- bzw. Referenzton. Dieses Verständnis ist ganz wichtig, denn selbst ein Grunzen ist im Prinzip ein Ton;-) Erst das richtige Verhältnis einer Tonabfolge zueinander läßt das ganze Gerüst letztlich zu einer wohlklingenden Melodie in einer bestimmten Tonart werden. Erst dann sind wir dazu in der Lage zu hören, ob etwas schief klingt oder auch richtig. Intervalle, also Abstände zwischen den verschiedenen Tönen zu bestimmen und all diese Dinge gehören auch zum Thema „musikalische Gehör“ Also alles was sich rund um den „sauberen Ton“ dreht. Die meisten Menschen merken ganz genau wenn ein Instrument oder ein Sänger den falschen Ton trifft. Diese Fähigkeit ist uns im wesentlichen schon mal angeboren. Allerdings ist es wichtig als Musikschaffender eben all diese Zusammenhänge zu kennen um allen Anforderungen gerecht werden zu können, die uns das Musikerleben so auferlegt;-) Ich persönlich merke das grad ziemlich deutlich in dem Chor in dem ich Mitglied bin. Aus dem Grund arbeite ich zur Zeit auch sehr intensiv an so Fähigkeiten wie Intervalle hören, „vom Blatt lesen“ und Hamonielehre im Allgemeinen. Wer schon mal wissen will wie es um sein musikalisches Gehör bestellt ist, kann das hier ein wenig austesten;-) http://jakemandell.com/tonedeaf/

Das technische Gehör beinhaltet alles was sich rund um den guten Sound dreht. Auch hier sind die meisten Menschen im Grunde schon mit gewissen Basics ausgestattet. Wir können sehr wohl sagen ob ein Instrument, eine Band oder ein Orchester gut klingt. Allerdings stoßen wir recht schnell an unsere Grenzen wenn es darum geht genau die Ursache für einen schlechten Sound zu benennen. Wir können zwar meist noch ganz allgemeine Angaben machen wie, zu bassig, zu spitz, zu dumpf oder solche Dinge, aber die Aufgabe eines Tonschaffenden ist es ja, eben diese Mißstände zu erkennen und gezielt dagegen anzugehen, bzw. schon im Vorfeld den Ursachen für einen schlechten Klang zu begegnen. An dieser Stelle wird die Sache jetzt allerdings wieder zur Herausforderung. Wo genau liegen die Ursachen? An welchem Regler muß ich drehen. Probier ich nur rum, oder weiß ich ganz genau was zu tun ist? Da gibt es die Lautstärkeverhältnisse zu den einzelnen Instrumenten in einer Band, die Panoramaeinstellungen, und natürlich jede Menge Frequenzen, die für das endgültige Klangbild verantwortlich sind. Ziemlich verwirrend das Ganze;-)

Soviel erst mal für heute. Mehr dazu gibt’s im nächsten Teil. Ihr dürft schon mal gespannt sein;-)

Herzliche Grüße

Hans

Published inGehör

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